Henriette Schmidt-Burkhardt Welpenhaus

Welpenhaus_neu

Eröffnung des ersten Welpenhauses Europas
Am Samstag, 9. Oktober 2010, wurde in Nürnberg das erste Welpenhaus Europas eröffnet. Es bietet eine professionelle, fürsorgliche Unterkunft für 50 Hunde- und 100 Katzenbabys mit acht Hundeboxen, 13 Stuben für Katzen sowie drei Räumen mit sieben Laufgehegen für Flaschenkinder. Beim Bau des 1.500 Quadratmeter großen Welpenhauses wurde auf hohe ökologische und energiesparende Standards großer Wert gelegt. Mit dem ausgesprochenen Fokus auf den Umweltschutz stellt der Tierschutzverein Nürnberg-Fürth und Umgebung e.V. sein besonderes Verantwortungsbewusstsein nicht nur für die Tierwelt, sondern auch gegenüber der Natur unter Beweis.

Wärme und Schutz für die Kleinsten
Welpen benötigen eine spezielle Unterbringung, sind anfällig für Krankheiten, brauchen viel Wärme und Schutz sowie eine stress- und lärmfreie Umgebung. Das Welpenhaus bietet hierfür optimale Bedingungen. Das Gebäude und die geräumigen Boxen sind hell, freundlich und mit viel Glas gestaltet. Zudem sind sie von den Tierheimtrakten mit den erwachsenen Tieren getrennt, damit sich die Jungen nicht von den erwachsenen Tieren anstecken können.
Die Hundeboxen verfügen über einen Innen- und einen Außenbereich. Jede Box wird separat belüftet. Dies wird durch eine optimierte Lüftungsanlage gewährleistet, die für ein gesundes, hygienesicheres Raumklima sorgt, was für die Tierstallungen von eminenter Bedeutung ist, weil sich so keine schädlichen Keime verbreiten können. Das Haus wird ausschließlich über eine Fußbodenheizung beheizt. So lassen sich gezielt die Bereiche beheizen, in denen Wärme benötigt wird.

Der Umwelt zuliebe: Zukunftsorientiertes Gesamtkonzept
Dem Bau des Welpenhauses liegt ein durchdachtes, zukunftsorientiertes Gesamtkonzept zugrunde. Daher ist das Gebäude auf erneuerbare Energien ausgerichtet. Das Haus ist sehr gut isoliert und mit Erdwärme beheizt. Eine Trafostation sorgt fortan als 20/0,4-kV-Übergabestation für die Anbindung des gesamten Tierheims an das Mittelspannungsnetz. Regenwasser wird in Zisternen gesammelt und wiederverwendet. Damit entfallen die Wasserkosten, die durch den hohen Wasserverbrauch zur Reinigung der Tierstallungen entstehen würden. So kann das Tierheim die Fixkosten des Welpenhauses und des ganzen Tierheims äußerst niedrig halten sowie einen umweltverträglichen Betrieb garantieren.

Finanzierung des Welpenhauses
Für die Finanzierung des Baus wurden spezielle Rückstellungen des Tierschutzvereins für das Welpenhaus, der Erlös aus Gala-Veranstaltungen sowie Spenden verwendet. Die Hauptspende, die das Projekt erst möglich gemacht hat, ist eine großzügige Einzelspende der Nürnberger Lebkuchenfabrikantin Henriette Schmidt-Burkhardt. Neben ihrem vielfältigen finanziellen Engagement für Kultur- und Bildungs-Projekte hat sie aufgrund ihrer sehr intensiven Tierliebe für den Bau des Welpenhauses 750.000,- Euro aus ihrem Privatvermögen gespendet. Der regelmäßige Unterhalt des Welpenhauses wird über Spendengelder, Vermittlungsgebühren, Mitgliedsbeiträge und Erbschaften für den Tierschutzverein und das Tierheim Nürnberg getragen.