Reiseziel: Tierheim – Hündin Keysha´s Geschichte

Eigentlich sollte es eine Reise ins Glück werden. Keysha hat große Probleme mit den Augen und sollte in der Türkei operiert werden. Die Besitzer wollten alles richtig machen und haben ihre Hündin in Deutschland Tollwut impfen lassen und sogar in der Türkei nochmal weitere Impfungen durchgeführt. Leider hat der Tierarzt sie falsch informiert und so wussten sie nicht, dass die Türkei ein sogenanntes nicht gelistetes Drittland ist und man zur Wiedereinfuhr nach Deutschland einen Tollwutiter braucht. Das heißt, 30 Tage nach der Impfung müssen über eine Blutprobe die Tollwutantikörper nachgewiesen werden und dieses Dokument muss man bei der Rückreise mit sich führen. Weil das bei Keysha nicht der Fall war, wurden die Besitzer am Zoll in Nürnberg gestoppt und Keysha musste zur Tollwutquarantäne ins Tierheim.
4 lange Wochen musste die kleine Hündin bei uns im Zwinger verbringen. Keysha hat ihren Tierheim Aufenthalt mit Fassung getragen, die Besitzer waren natürlich völlig verzweifelt, da sie gedacht haben, sie haben alles richtig gemacht.
Am Mittwoch nach vier langen Wochen durfte das Herrchen sie endlich wieder in die Arme schließen. Abgehetzt direkt von der Arbeit kommend, war die Freude auf beiden Seiten riesig.

Keysha ist leider kein Einzelfall. Bis zu 20 Tiere vom Flughafen landen jedes Jahr bei uns in der Tollwutquarantäne. Nicht nur psychisch anstrengend für Hund und Herrchen, auch finanziell kommt dabei einiges auf die Besitzer zu.
Deshalb unser Appell: Wenn ihr mit eurem Haustier verreisen wollt oder vorhabt, ein Tier aus dem Ausland mit zu bringen, bitte erkundigt euch nicht beim Tierarzt, sondern beim zuständigen Veterinäramt! Die Einreisebedingungen sind je nach Land verschieden und mit den richtigen Informationen erspart ihr euch und eurem Tier eine Menge Ärger und Geld!