Tierschutzverein Nürnberg-Fürth und Umgebung e.V. und Tierheim Nürnberg

Sehr geehrter Herr Vogel,

mit Entsetzen haben wir heute Morgen den Artikel in der Presse gelesen, dass Sie nun tatsächlich die Gänse am Wöhrder See zum Abschuss freigeben wollen.
Deshalb wollen wir unseren Brief an Sie gleich mal mit einem Ausschnitt aus Ihrem eigenen Facebook Post vom 26. Juni 2018 beginnen:

„(…)Das heißt: nur weil uns die Tiere in der Anzahl nicht gefallen, oder weil uns der Kot stinkt ist dies nach dem Tierschutzgesetz nicht möglich die Tiere abzuschießen. Das wollen wir auch nicht.
Der Abschuss ist die ultima ratio. d.h. wenn von den Tieren z.B. vom Kot eine Gefährdung (Keime usw.) der Menschen ausgeht, sind wir willens und in der Lage vom möglichen Abschüssen zu
sprechen.“

Sie haben den Kot untersuchen lassen und das Ergebnis kennen Sie selbst am besten: „"Es gibt keine Notwendigkeit, die Gänse wegen einer gesundheitlichen Gefährdung für den Menschen
abzuschießen, sagt Vogel.“ (Zitat nordbayern.de Artikel vom 26.07.18)

Gerne möchten wir hier auch unseren geschäftsführenden Vorstand Marcus König zitieren: „Es kann nicht sein, das mal wieder Tiere darunter leiden müssen und die Gänse zum
Abschuss freigegeben werden, ohne dass man andere Möglichkeit ausprobiert hat. Das Problem ist wie so oft der Mensch - ein Fütterungsverbot und das Anbieten einer alternativen
Futterstelle wird die Gänse vermutlich dazu bewegen, sich einen anderen Platz am Wöhrder See zu suchen.

Anstatt sofort zu solch drastischen Maßnahmen wie dem Abschuss zu greifen, wurde noch nicht mal versucht, das Fütterungsverbot streng zu kontrollieren und den Tieren Alternativen
anzubieten. Hier macht der Bürgermeister Vogel seinem Namen nicht alle Ehre. Die vermeintlich schnelle Lösung ist die schlechteste Lösung!“

Ein Teilabschuss wird unserer Meinung nach sicher nicht bewirken, dass sich die Gänse dort nicht mehr aufhalten. Und dieser Meinung scheint auch Stadtjäger Gert Hügel zu sein, wie Sie sicherlich
auch der heutigen Presse entnommen haben - man muss sich wundern, warum man ihn nicht vor der Entscheidung nach seiner Meinung gefragt hat?

Wieso hat man nicht von Anfang an konsequent ein Fütterungsverbot durchgesetzt? Wieso müssen jetzt die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum geopfert werden? Und die wichtigste Frage: Wieso
halten Sie sich nicht an ihre eigenen Worte?

Beenden möchten wir unseren offenen Brief wieder mit einem Zitat, dass Sie auf ihrer Facebook Seite geteilt haben: „Wer einen Fehler begangen hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen weiteren Fehler.“(Konfuzius)

Lieber Herr Vogel, wir appellieren an Sie: Bitte überdenken Sie diese Entscheidung! Fangen Sie an das Fütterungsverbot durchzusetzen!

Mit freundlichen Grüßen


Tierschutzverein Nürnberg, Fürth und Umgebung e.V.



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Es war ein Kraftakt für Rex und für uns!
Heute Nacht um 02:30 Uhr konnten wir ihn endlich wieder in die Arme schließen. Nach unserem Aufruf bei Facebook, auf der Homepage und in den Medien haben sich schnell viele liebe Menschen gemeldet, die uns unterstützt haben. Noch am Freitagabend wurde der Impfpass bei uns abgeholt und ist am Samstag nach Gran Canaria
geflogen.
 
Auch Flugpaten sind über Facebook schnell gefunden worden und es gab damit die Option, dass Rex schon am Sonntag nach Nürnberg kommen konnte. Leider entscheidet die Fluggesellschaft so
kurzfristig nur vor Ort am Flughafen, ob sie noch einen Hund mitnehmen. Bis Sonntagnachmittag war also Zittern und Daumen drücken angesagt.
Spätnachmittags dann der erlösende Anruf: Rex wurde auf den Flug nach Nürnberg gebucht. Wir waren so erleichtert. Leider hatte der Flug über vier Stunden Verspätung und ist erst um 01:44
Nachts in Nürnberg gelandet. Bis dahin war die Aufregung groß, ob wirklich alles gut geht und er ankommt.
 
Erschöpft aber glücklich konnten wir ihn dann nachts am Flughafen wieder in Empfang nehmen. Seinen Pfleger hat er sofort erkannt und abgeschleckt, die anderen Kollegen wie er halt so ist, gleich mal angeknurrt :)
 
Auch wenn der Fall traurig war und mal wieder aufgezeigt hat, wie machtlos man sein kann, haben wir so viele tolle Menschen dadurch kennengelernt und eine grenzübergreifende, riesige Hilfsbereitschaft kennengelernt. Wir möchten uns jetzt nochmal von ganzem Herzen bedanken bei:
 
Amalia Bosch Benitez – Rex‘ Pflegemama, die sich so rührend um ihn gekümmert hat, als wäre es ihr eigener Hund
 
Anita Hünschemeyer von Gran Canaria Pets - die nicht aufgegeben hat, Rex´ Schicksal aufzuklären und ohne die wir nie von der Geschichte erfahren hätten
 
Anja Richter und Thomas Lienert aus Sulzbach Rosenberg - die sich so kurzfristig bereit erklärt haben, Rex als Flugpaten mitzunehmen
 
Andrea Müller und ihrem Mann aus Nürnberg von Ada Tierschutz Gran Canaria - die uns mit Rat und Tat zur Seite standen, den Impfpass für uns nach Gran Canaria haben fliegen lassen und uns mit ihrem Wissen zur Seite gestanden sind
 
Nicole Bestelmeier – ohne die wir die Flugpaten nicht gefunden hätten
 
Renate Volk - sie hat die kompletten Flugkosten für Rex übernommen
 
Und abschließend bei allen, die unseren Aufruf geteilt und veröffentlicht haben- ohne euch wäre Rex nicht so schnell zurückgekommen.
 
Leider ist das ja aber nur ein kleines Happy End – jetzt suchen wir natürlich wieder ein tolles Zuhause diesmal endlich für immer für ihn! Der arme Kerl musste so viel durchmachen, so viele Menschen
haben ihn verlassen – er hat es jetzt einfach verdient, nie mehr alleine gelassen zu werden.
 
Über vier Jahre lang war Schäfer Mix Rex bei uns im Tierheim – der ehemalige Wachhund mag keine anderen Hunden oder Katzen und auch bei fremden Menschen muss man sehr vorsichtig sein.
Immer wieder gab es Leute, die sich für ihn interessiert haben, aber schnell aufgegeben haben, weil Rex nach vier Jahren Tierheim eben nicht von jetzt auf gleich eine Bindung aufbauen konnte. Wenn der 11jährige Rüde einen aber ins Herz geschlossen hat, (wie hier Pfleger und seine Paten) liebt er seine Menschen abgöttisch. Er ist ein toller Hund – mit Ecken und Kanten. Wir suchen also
Menschen, die ihn nehmen wie er ist und nie wieder hergeben!

 


08.01.2018

Das sind doch keine Menschen mehr.....
Heute früh erhielten wir von einer aufmerksamen Frau einen Anruf, dass vor einem Kinderhaus in der Elbinger Straße in Nürnberg vier Hamster in einem Kochtopf ausgesetzt wurden. Der Anblick treibt einem die Tränen ins Auge. Gerade noch rechtzeitig wurde ihnen geholfen, da durch den Topfdeckel keine Luft rein kam und die Hamster schon klitschnass waren. Mit einem Zettel "zu verschenken" standen sie dort am Boden.
Die Abgabe von Kleintieren bei uns kostet gar nichts, warum kann man nicht den Weg aufsich nehmen und sie zu uns bringen? Warum sind Menschen solche Monster? Die Kleinen werden jetzt dem Tierarzt vorgestellt und suchen dann ein neues Zuhause.

Wer Hinweise / Beweise hat, woher die vier kleine Hamster kommen könnten, gerne auch anonym, darf sich jederzeit an uns wenden!

Tierheim-Spendenhotline: 0900 111 0 116
5€ pro Anruf für das Tierheim, nur aus dem deutschen Festnetz.

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